Bruststraffung bei Hängebrüsten? Fragen an PD Dr. Tremp

Schwangerschaft, Gewichtsschwankungen, Veranlagung und der Alterungsprozesse können dazu beitragen, dass die Brust die jugendliche Form und Festigkeit verliert. Mit der Bruststraffung oder Mastopexie erhält die Brust wieder ein verjüngtes Profil und strafferen Busen.

Durch die Entfernung der überschüssigen Haut im unteren Bereich wird die weibliche Brust gestrafft und wieder in richtige Position gebracht. Bei der Bruststraffung wird im Vergleich zur Brustverkleinerung kein Brustdrüsengewebe entfernt.

Lesen Sie auch: Brustvergrösserung, Bruststraffung, Brustverkleinerung, Korrektur der Brustwarzen

brust dekollete

Was sind die Ursachen für Hängebrüste?

Durch den natürlichen Alterungsprozess sinkt der Östrogenspiegel und das Bindegewebe wird schwächer.

Die Folge ist eine Erschlaffung der Brust. Durch den erschlaffenden Hautmantel senken sich die Brüste zunehmend ab. Mit dem Herabsinken der Brust verschwindet Dekolleté und es das entstehen hängende Brüste.

Frühzeitig hängende Brüste

Ein erblich bedingt schwaches Bindegewebe oder sehr grosse Brüste können ein vorzeitiges Hängen der Brüste begünstigen.

Zudem kann eine ungesunde Lebensweise ebenfalls zu hängenden Brüsten führen.

Kleine hängende Brüste nach der Schwangerschaft

Bereits zu Beginn der Schwangerschaft bereiten Hormone wie Östrogen, Progesteron und Oxytocin den Körper auf die neue Aufgabe vor. Gleichzeitigen werden mit Beginn der Schwangerschaft auch die Brüste praller und grösser.

Es bildet sich vermehrt Brustdrüsengewebe, was über die Schwangerschaft hinweg einen Grössenunterschied von bis zu drei Körbchengrössen ausmachen kann. Am Ende der Stillzeit wird das vermehrte Brustdrüsengewebe nicht mehr benötigt und die Brüste bilden sich zurück. Die meisten Frauen haben nach der Stillzeit das Gefühl, einen kleineren Busen als vor der Schwangerschaft zu haben.

Bei kleinen hängenden Brüsten kann mit einer Vergrösserung der Brüste ein zum Körper der Patientin passendes Volumen hergestellt werden. Oftmals ist keine weitere Straffung mehr nötig. Möchte die Patientin jedoch keine grössere Brust, kommt auch hier die reine Straffung der Brüste in Betracht.

Schlaffe Brust nach Gewichtsverlust

Eine hängende und schlaffe Brust entsteht auch durch eine starke Gewichtsabnahme oder andauernde Gewichtsschwankungen.

Ab wann ist die operative Bruststraffung ein Thema?

Bei grossen hängenden Brüsten ist eine Straffung der Brüste empfohlen. Wenn betroffene Frauen physisch oder psychisch sehr stark leiden ist die eine Beratung mit einem plastischen Chirurgen empfohlen.

Bei einer Konsultation mit PD Dr. med. Mathias Tremp können sich interessierte Patientinnen über die gewünschte Brustkorrektur umfassend beraten lassen.

Welche sichtbaren Narben entstehen bei der Bruststraffung?

Abhängig vom Ausmass der hängenden Brust erfolgt die Schnittführung um den Brustwarzenhof herum resp. senkrecht darunter. In der Regel wird der Vorhof auch etwas verkleinert. In Ausnahmen ist bei der Bruststraffung ein weiterer Schnitt entlang der natürlichen Brustfalte notwendig.

Die Narben verblassen nach ein paar Monaten und führen selten zu einer überschüssigen Narbenbildung. Hier kann mit Kortisoninjektionen etwas nachgeholfen werden resp. Silikonstreifen. Bei einer guten Brustform ist die Narbe zweitrangig.

Schnitt um die Brutwarze für geringfügige Bruststraffungen

Der kreisförmige Schnitt um die Brustwarze (Periareolärer Schnitt, nach Benelli) eignet sich für eine geringfügige Bruststraffungen. Die Methode ist sehr schonend, die zurückbleibende Narben sind kaum sichtbar.

Bei grossen Brüsten mit stärkerem Korrekturbedarf ist die Methode weniger gut geeignet.

I-Schnitt zur Entfernung grösserer Hautüberschuss

Die vertikale Straffung (Lejour-Die vertikale Straffung (Lejour-Methode) ermöglicht eine relativ grosse Bruststraffung mit geringer Narbenbildung.

Die Methode eignet sich auch für Hängebrüste mit mittleren bis grösserem Hautüberschuss, die zu einer guten Projektion der Brust führt.

T- und L-Schnitt für umfangreiche Brustkorrektur

Die T- und L-Schnitttechniken unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Beide basieren auf der I-Methode (nach Lejour), jedoch wird der senkrechte Schnitt in der Brustumschlagsfalte weitergeführt.

Alle Methoden ermöglichen die Brust zu straffen oder auch eine Korrektur der Brustwarzenform und Brustwarzenposition.

Werden die Brustwarzen bei der Bruststraffung neu verpflanzt?

Um die hängende Brust zu straffen, wird der Brustdrüsenkörper neu geformt. Dabei wird die Brust mit der in Grösse und Form optimierten Brustwarze nach oben versetzt.

Durch die Entfernung der überschüssigen Haut wird der Brutwarzenhof nach oben versetzt.

Was sind die Risiken bei einer Bruststraffung?

Alle Risiken werden im Beratungsgespräche mit PD Dr. med. Mathias Tremp ausführlich besprochen.

Keine Operation ist völlig frei von Risiken. Die Bruststraffung ist ein operativer Eingriff. Die Operation wird ambulant und unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt.

Seltene Risiken sind Blutergüsse, überschüssige Narbenbildung, Störungen der Durchblutung oder Infektionen. Ein Taubheitsgefühl normalisiert sich nach 6 bis 12 Monaten.

Kann nach einer Bruststraffung gestillt werden?

Die Stillfähigkeit ist in der Regel nicht eingeschränkt.

Wie lange dauert die Arbeitsunfähigkeit?

Je nach beruflicher Tätigkeit sind Patientinnen während 7 bis 14 Tagen nicht arbeitsfähig. Sehr selten und bei körperlich anstrengender Arbeit ist die Ausfallzeit länger.

Was gilt es bei der Nachsorge nach einer Bruststraffung zu beachten?

Sie kriegen von uns einen stüzenden Sport-BH den Sie während ca. 4 Wochen tragen sollten. Leicht sportliche Aktivitäten, wie Velofahren oder Walking, können nach 2 Wochen wieder erfolgen.

Nach 4 Wochen sind die Wunden in der Regel weitgehend abgeheilt, so dass Sie sich wieder sportlich betätigen können. Sobald die Wunden abgeheilt sind können Sie wieder schwimmen gehen und wir empfehlen eine regelmässige Narbenmassage.

Wann werden die Kosten der Bruststraffung durch die Krankenversicherung gedeckt?

Die Kosten für eine Bruststraffung werden nicht von der Versicherung getragen, da es sich um einen rein kosmetischen Eingriff handelt.

Falls eine gleichzeitige Brustverkleinerung notwendig ist besteht eine mögliche Übernahme der Kosten durch die Versicherung. Für die Übernahme der Kosten bedarf aber einer ausführlich medizinischen Abklärung.

Haben Sie Fragen zu den ästhetischen Brustoperationen?

Kontaktieren Sie PD Dr. med. Mathias Tremp für ein ausführliches Beratungsgespräch.

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