Brustverkleinerung bei zu grossen Busen? Fragen an PD Dr. med. Mathias Tremp

Die Brustverkleinerung beinhaltet eine Verkleinerung des Brustdrüsengewebes und gleichzeitige Hautstraffung. Häufig haben die Patientinnen einen erheblichen Leidensdruck mit Rücken- und Nackenschmerzen. Diese Operation ist eine sehr dankbare Behandlung da die Patientinnen nach der Operation eine deutliche Erleichterung im Schulterbereich resp. Nackenbereich verspüren. Die Patientinnen berichten über eine deutlich verbesserte Lebensqualität nach der Operation.

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Ursachen von zu grossen Brüsten

Ein unverhältnismässig grosser und schwerer Busen kann verschiedene Ursachen haben.

Häufig spielen genetische und hormonelle Faktoren eine Rolle. Bei vielen betroffenen Frauen liegt die grosse Brust in der Familie. In anderen Fällen sind Hormonstörungen verantwortlich dafür, dass sich das Drüsengewebe stark vermehrt.

Ein hohes Körpergewicht kann die Beschwerden erheblich verstärken, ist aber in der Regel nicht die eigentliche Ursache für die sogenannte Makromastie.

Gewichtsabnahme als erster Schritt bei einer Makromastie

Wenn eine Makromastie in Kombination mit Übergewicht auftritt, kann eine Gewichtsabnahme der erste Schritt zu mehr Lebensqualität sein. Ist die Brustgrösse genetisch oder hormonell bedingt, hilft allerdings nur die chirurgische Brustverkleinerung.

Welche Patientinnen eignen sich für eine operative Brustverkleinerung?

Die Brustverkleinerung eignet sich für volljährigen Patientinnen, die körperlich oder psychisch stark unter ihrer Brustgrössee leiden.

In seltenen Fällen kann eine Brustverkleinerung auch schon bei Jugendlichen indiziert sein, zum Beispiel bei der sogenannten juvenilen Makromastie, einem krankhaften Brustwachstum im Jugendalter. Eine Operation kann bei bestimmten Vorerkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes oder einer Tumorerkrankung nicht durchgeführt werden.

Gibt es Narben bei der Brustverkleinerung?

Die Schnittführung verläuft um den Brustwarzenhof herum und senkrecht darunter. In der Regel wird der Vorhof auch etwas verkleinert. Häufig ist ein weiterer Schnitt entlang der natürlichen Brustfalte notwendig.

Die Narben verblassen in der Regel nach ein paar Monaten und führen selten zu einer überschüssigen Narbenbildung. Hier kann mit Kortisoninjektionen resp. Silikonpflaster etwas nachgeholfen werden. Bei einer guten Brustform ist in der Regel die Narbe zweitrangig.

I-Schnitt zur Entfernung grösserer Hautüberschuss

Die vertikale Straffung (Lejour-Methode) ermöglicht eine relativ grosse Bruststraffung mit geringer Narbenbildung. Die Methode eignet sich auch für Hängebrüste mit mittleren bis grösserem Hautüberschuss, die zu einer guten Projektion der Brust führt.

T- und L-Schnitt für umfangreiche Brustkorrektur

Die T- und L-Schnitttechniken unterscheiden sich nur geringfügig voneinander. Beide basieren auf der I-Methode (nach Lejour), jedoch wird der senkrechte Schnitt in der Brustumschlagsfalte weitergeführt. Die beiden Techniken eröffnet alle Gestaltungsfreiheiten von einer Straffung über einer Verkleinerung mit mittlerem und grossem Hautüberschuss bis hin zur gewünschten Brustwarzenform und Brustwarzenposition.

Werden die Brustwarzen neu verpflanzt?

Durch die Entfernung von Brustdrüsengewebe und Haut verändert sich die Position der Brustwarzen. Dabei wird der Brustwarzenhof nach oben versetzt, um ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Nur selten braucht es eine freie Verpflanzung der Brustwarze.

Was sind die Risiken einer Brustverkleinerung?

Mögliche Risiken sind Nachblutungen, Infektionen, Durchblutungsstörungen oder Wundheilungsstörungen. Eine vorübergehende Sensibilitätsstörung ist normal und normalisiert sich in der Regel nach 6 – 12 Monaten.

Kann nach einer Brustverkleinerung gestillt werden?

In einigen Fällen kann es durch die Brustverkleinerung zum Verlust der Stillfähigkeit kommen. Mit modernen Schnitttechniken lässt sich dies zwar meist vermeiden, allerdings bleibt immer ein gewisses Risiko.

Wie lange ist die Arbeitsunfähigkeit?

In der Regel besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 7 bis 14 Tage, je nach beruflicher Tätigkeit. Bei schwerer körperlicher Tätigkeit kann die Arbeitsunfähigkeit bis zu vier Wochen betragen.

Was gilt es nach der Operation zu beachten?

Sie kriegen von uns einen Stütz-BH den Sie für ca. 4 Wochen tragen sollten. Eine leichte körperliche Tätigkeit wie Velofahren oder Walking kann in der Regel nach 4 Wochen wieder erfolgen. Nach 6 Wochen sind die Wunden in der Regel weitgehend abgeheilt, so dass Sie sich wieder sportlich betätigen können. Sobald die Wunden abgeheilt sind können Sie wieder schwimmen gehen und wir empfehlen eine regelmässige Narbenmassage.

Wann bezahlt die Krankenversicherung eine Brustverkleinerung?

Falls die zu grosse Brust ein gesundheitliches Problem darstellt wie Rücken- oder Nackenschmerzen welche trotz Physiotherapie nicht besser wird, dann bezahlt die Krankenkasse die Brustverkleinerung. Dies bedarf aber einer ausführlich medizinischen Abklärung.

Mögliche Entscheidungskriterien sind ein BMI < 28kg/m2 oder wenn mindestens 500g Brustdrüsengewebe pro Seite entfernt werden muss.

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PD Dr med Mathias Tremp Surgery

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