Technik beim Facelift? Fragen an PD Dr. Mathias Tremp

Es gibt unterschiedliche Methoden der Gesichtsstraffung, um die hängenden Gesichtspartien langanhaltend zu straffen. Die klassische Gesichtsstraffung kann unterteilt werden in verschiedenen Schichten, der heutige Trend geht jedoch in die minimal invasive Methode mit kurzer Erholungszeit und geringem Operationsrisiko. Das Grundprinzip besteht in der Straffung der SMAS (= superfizielle muskuloaponeurotische System). Häufig ist die gleichzeitig kombinierte Eigenfettbehandlung. Postoperative Komplikationen sind selten, jedoch klinisch relevant.

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Welche Voraussetzung muss ich für ein Facelift mitbringen?

Gewisse Medikamente wie Aspirin, Isotretinoin oder Vitamine E sollten 2 Wochen vor der Operation pausiert werden. Zudem müssen Sie 2 Monate vor der Operation mit Nikotin pausieren. Falls Sie einen erhöhten Blutdruck haben sollte dieser vor der Operation optimal eingestellt werden.

Inzisionen (Einschnitte) und Ausmass der Dissektionen

Kurze und lange Inzesionen vor und hinter dem Ohr: A) Mini-Lift B) kurze Inzision C) Traditionell

Was ist die SMAS Plikation?

Die Technik der SMAS Plikation behandelt primär die tieferliegenden, hängenden Strukturen. Die Präparationstechnik ist oberhalb der SMAS. Nachdem die SMAS dargestellt wird, wird der bewegliche Anteil der SMAS an den nicht-beweglichen SMAS-Anteil durch mehrere Nähte fixiert. Die überschüssige SMAS kann im Anschluss gekürzt werden. Der Eingriff ist relativ einfach durchführbar und hat geringe Risiken für den Patienten.

Was ist das MACS Lift?

Beim MACS (= minimal access cranial suspension) Lifting wird die Haut vertikal gestrafft und die SMAS mittels 2 – 3 Tabaksbeutelnähte angehoben. Dabei werden vor allem das Mittelgesicht und die Augenpartie gestrafft, weniger der Hals. Der Vorteil ist eine kleine Schnittlinie und geringes Verletzungsrisiko der Gesichtsnerven.

Was ist das deep plane facelift?

Das sogenannte Deep Plane Facelift (DPFL) wurde beschrieben, um insbesondere das Mittelgesicht und die Nasolabialfalte zu behandeln. Prinzipiell ist die Präparationstechnik unter der SMAS, und die Referenzpunkte sind der M. orbicularis oris, der M. zygomaticus major und minor. Das zygomatische Ligament wird durchtrennt. Diese Technik ist besonders bei älteren Patienten geeignet mit Veränderungen im Mittelgesicht und der Mento-Nasolabialfalte. Die Resultate sind langanhaltend. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko für Nervenverletzungen.

Die erweiterte SMAS Gesichtsstraffung?

Die sub-SMAS Präparationstechnik ist das Grundprinzip um die darüberliegenden Hautstrukturen langanhaltend zu straffen. Dabei wird die Haut und der SMAS Lappen separat präpariert (lamellär). Der SMAS Lappen hat dabei einen anderen Vektor als der Hautlappen. Die Zugrichtung ist vertikaler als der Hautlappen. Ein Teil des SMAS Lappens kann zudem retroaurikulär versetzt werden, um die Hals- und Wangenregion zu straffen. Ein Nachteil ist die lange Operationszeit, das Risiko von Nervenverletzungen und mögliche Durchblutungsstörungen der Haut.

Was ist die laterale SMASektomie?

Bei dieser sehr sicheren Technik wir lediglich der äussere Anteil der SMAS zwischen der beweglichen und nicht-beweglichen SMAS entfernt und gestrafft. Der Vektor entspricht in der Regel senkrecht zur Nasolabialfalte, kann jedoch abhängig von der Gesichtsform variieren. Diese Technik ist einfacher als die DPFL oder Composite Facelifts, die Resultate sind gut vorhersagbar.

Was sind mögliche Komplikationen bei der Gesichtsstraffung?

Mögliche Komplikationen sind Nachblutungen, und der Blutdruck sollte in der postoperativen Phase im Normbereich bleiben. Weitere mögliche Komplikationen sind übermässige Narbenbildung, Infektionen, Hautdurchblutungsstörungen oder Nervenverletzungen.

Kann das Facelift mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

In den letzten Jahren wurden mehrere nicht-chirurgische Gesichtsbehandlungen zunehmend populärer, die ergänzend und gleichzeitig rsp. sequentiell mit einer Gesichtsstraffung durchgeführt werden können. Zu den möglichen Behandlungsmethoden gehören die Radiofrequenzbehandlungen und Ultraschalltherapie, Liposuktion, lipolytische Injektionen, fraktionierte Laserbehandlungen, Platelet-rich plasma Injektionen (Eigenblut) oder chemische Peelings. Neuromodulatoren (Botulinum) oder verschieden Arten von Fillers sind ideale Ergänzungsmethoden.

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