Facelift-Methoden zur Gesichtsstraffung? Fragen an PD Tremp

Es gibt unterschiedliche Methoden der Gesichtsstraffung, um die hängenden Gesichtspartien langanhaltend zu straffen. Die klassische Gesichtsstraffung kann in verschiedenen Schichten unterteilt werden. Der heutige Trend geht jedoch in die minimal invasive Methode mit kurzer Erholungszeit und geringem Operationsrisiko.

Bei einem SMAS-Lifting werden die Gesichtskonturen angehoben und redynamisiert. Somit das ursprüngliche, natürliche Aussehen des Gesichts wiederhergestellt. Häufig ist die gleichzeitig kombinierte Eigenfettbehandlung.

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Was bringt ein Facelift?

Mit der Gesichtsstraffung kann schlaffe Gewebe im gesamten Gesicht korrigieren und angehoben werden. Dabei kann die verloren gegangene Harmonien im Gesicht ausglichen und das Gesicht wieder verjüngen werden.

Das Facelift ermöglicht die Straffung der Gesichtshaut oder auch das Anheben abgesenkter Augenbrauen, Wangen oder einer erschlafften Gesichtskontur.

Inzisionen (Einschnitte) und Ausmass der Dissektionen

Kurze und lange Inzesionen vor und hinter dem Ohr: A) Mini-Lift B) kurze Inzision C) Traditionell

Ursachen schlaffer Haut im Gesicht

Die Prozesse in der Haut verlangsamen sich mit zunehmendem Alter, was zur allgemeinen Hautalterung beiträgt. Neben der biologisch bedingten Alterung unterstützen interner und externer Faktoren die Hauterschlaffung.

Ein wesentlicher Faktor für schlaffe Haut sind hormonelle Veränderungen. Der Lebensstil und zu viel Zeit in der Sonne kann zu Kollagenschäden beitragen und die Hautstruktur beschleunigend schädigen.

Facelift zur Gesichtstraffung

Mit dem Facelift können sehr nachhaltige Ergebnisse erzielt werden. Ein Facelift ist ein komplexer und oft mehrstündiger Eingriff. Vorhandene Überschüsse der Haut und des Gewebes werden chirurgisch entfernt. Gleichzeitig wird die Haut gestrafft und die tieferen Strukturen neu positioniert.

Moderne OP-Techniken erlauben eine schonende und sichere Behandlung ohne grosse auffällige Narben. Auch die Ausfallzeiten sind vergleichsweise gering. Die Natürlichkeit sollte bei einem Facelift immer oberste Priorität haben.

SMAS Plikation als Facelift-Methode

Bis in die 70er wurde beim Facelift die oberflächliche Haut ohne das SMAS gestrafft. Bei einem SMAS-Lifting (= superfizielles muskulo-aponeurotisches System) werden die Gesichtskonturen (Muskel- / Bindegewebsplatte) angehoben und gestützt.

Ziel ist es das ursprüngliche Aussehen des Gesichts wiederhergestellt. Dabei fällt das Gesicht nicht ein, sondern behält über Jahre hinweg seine Dynamik und natürliche Spannung. Die maskenhafte Straffung des Gesichts wird dabei verhindert.

Die Technik der SMAS Plikation behandelt primär die tieferliegenden, hängenden Strukturen. Die Präparation ist oberhalb der SMAS. Nachdem die SMAS dargestellt wird, wird der bewegliche an den nicht-beweglichen SMAS-Anteil durch mehrere Nähte fixiert.

Die überschüssige SMAS kann im Anschluss gekürzt werden. Der Eingriff ist relativ einfach durchführbar und hat geringe Risiken für den Patienten.

MACS Lift zur Gesichtsstraffung

Beim MACS-Lifting verläuft die Schnittführung im Bereich vor dem Ohr. Die Präparation ist weniger umfassend wie beim klassischen Face-Neck-Lift.

Die Straffung erfolgt über Nähte, die das herab gesunkene Gewebe vertikal liftet. Dabei werden vor allem das Mittelgesicht und die Augenpartie gestrafft, weniger der Hals. Der Vorteil ist eine kleine Schnittlinie und geringes Risiko für Verletzungen der Gesichtsnerven.

Mit dem Simple MACS Lift kann das untere Drittel des Gesichts korrigiert werden. Damit könen der Hals und die Gesichtsbäckchen sowie der Winkel zwischen Hals und Kinn behandelt werden. Das Extended MACS Lift ermöglicht zusätzlich die Nasolabialfalten und das Mittelgesicht zu beeinflussen.

Deep plane facelift zur Straffung des Mittelgesichts

Das Deep Plane Facelift ist eine Option bei abgesenkten Gesichtspartien. Bei einem Deep Plane Lifting wird die unter dem SMAS befindlichen Gewebeschicht präpariert. Die Haut muss dabei nicht vom SMAS getrennt werden.

Der Vorteil der Methode ist die geringe Gefahr einer oberflächlichen Vernarbung der Haut. Dabei bleibt auch die natürliche Mimik erhalten.

Diese Technik ist besonders bei älteren Patienten geeignet mit Veränderungen im Mittelgesicht und der Nasolabialfalte. Die Resultate sind langanhaltend. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko für die Verletzungen der Nerven.

Erweiterte SMAS Gesichtsstraffung

Die sub-SMAS Präparation ist das Grundprinzip um die darüber liegenden Hautstrukturen langanhaltend zu straffen.

Dabei wird die Haut und der SMAS Lappen separat präpariert (lamellär). Der SMAS Lappen hat dabei einen anderen Vektor als der Hautlappen.

Die Zugrichtung ist vertikaler als der Hautlappen. Ein Teil des SMAS Lappens kann zudem retroaurikulär versetzt werden, um die Hals- und Wangenregion zu straffen. Ein Nachteil ist die lange Dauer der Operation. Hinzu kommt das Risiko von Verletzungen der Nerven und mögliche Störungen der Durchblutung der Haut.

Laterale SMASektomie

Bei dieser sehr sicheren Technik wir nur der äussere Anteil zwischen der beweglichen und nicht-beweglichen SMAS gestrafft. Der Vektor entspricht in der Regel senkrecht zur Nasolabialfalte, kann jedoch abhängig von der Gesichtsform variieren.

Diese Technik ist einfacher als die DPFL oder Composite Facelifts, die Resultate sind gut vorhersagbar.

Was sind mögliche Risiken bei der Gesichtsstraffung?

Mögliche Probleme sind Nachblutungen, und der Blutdruck sollten nach der Operation im Normbereich bleiben. In seltenen Fällen sind weitere Risiken übermässige Narbenbildung, Infektionen, Störungen der Durchblutung in der Haut oder Nervenverletzungen.

Kann das Facelift mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

In den letzten Jahren wurden mehrere nicht-chirurgische Gesichtsbehandlungen zunehmend populärer, die mit einer Gesichtsstraffung durchgeführt werden können.

Möglichen Methoden zur Behandlung sind: Radiofrequenz und Ultraschall, Liposuktion, lipolytische Injektionen. Sowie fraktionierte Laserbehandlungen, Platelet-rich plasma Injektionen (Eigenblut) oder chemische Peelings. Neuromodulatoren (Botulinum) oder verschieden Arten von Fillers sind ideale Ergänzungen.

Haben Sie Fragen zum Facelifting und der plastischen Gesichtschirurgie?

Kontaktieren Sie PD Dr. med. Mathias Tremp (Facharzt für Plastische, Wiederherstellende und Ästhetische Chirurgie) für eine Besprechung.

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