Verkleinerung der Männerbrust? Fragen an PD Dr. Mathias Tremp

Viele Männer leider unter einer einseitigen oder meist beidseitigen Vergrösserung der männlichen Brust (= Gynäkomastie). Dabei wird unterschieden zwischen einer sogenannten echten Gynäkomastie mit vermehrt männlichem Brustdrüsengewebe, und der sogenannten Pseudogynäkomastie, wo mehrheitlich Fettgewebe eingelagert ist. Mischformen sind häufig.

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Was ist die Ursache einer Gynäkomastie?

In den meisten Fällen ist die genaue Ursache nicht ganz klar. Hormonelle Störungen oder gewisse Medikamente können die Ursache einer Gynäkomastie sein.

Häufig entsteht die Gynäkomastie in der Pubertät durch eine Vergrösserung der vorhandenen Brustdrüse. Eine Pseudogynäkomastie kann durch Übergewicht entstehen, indem sich vermehrt Fettgewebe auf dem Brustmuskel und um die Brustwarze entwickelt.

Ist die Gynäkomastie schmerzhaft?

Bei der echten Gynäkomastie kann das Brustdrüsengewebe schmerhaft sein, verbunden mit einem Spannungsgefühl.

Ist die Gynäkomastie gefährlich?

Die Vergrösserung der vorhandenen Brustdrüse ist sehr selten bösartig. Zur Sicherheit werden wir das Gewebe aber mikroskopisch aufarbeiten lassen.

Was sind die Vorabklärungen bei der Männerbrust?

Vor einer Operation sollten hormonelle Abklärungen erfolgen. Zudem werden Sie über die Medikamenteneinnahme oder bekannte Lebererkrankungen befragt. Es folgen weitere Untersuchungen mittels Ultraschall der Brüste und des Hodens um das Brustgewebe zu analysieren und eine erweiterte Ursache auszuschliessen.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Bei einer Pseudogynäkomastie, also überschüssigem Fettgewebe, genügt eine alleinige Fettabsaugung durch zwei kleine Stiche pro Brust. Bei einer ausgeprägten männlichen Brustdrüse erfolgt der Schnitt halbmondförmig um den Vorhof, und die Brustdrüse wird chirurgisch entfernt.

Falls notwendig erfolgt gleichzeitig noch eine Fettabsaugung, resp. falls gewünscht eine Eigenfettbehandlung für ein muskulöses Erscheinungsbild. Der Eingriff kann meistens ambulant durchgeführt werden.

Was sind die Risiken?

Sehr selten kann es zu einer Nachblutung, Wundheilungsstörung oder Infektion kommen. Ein vorübergehendes Taubheitsgefühl ist normal und wird sich im Verlauf der nächsten Monate normalisieren. Die Narbe heilt in der Regel unproblematisch und ist nach einem Jahr kaum mehr sichtbar.

Ist der Eingriff in lokaler Betäubung oder Vollnarkose?

Dies ist individuell verschieden. Bei einer chirurgischen Entfernung des Brustdrüsengewebes ist eine Vollnarkose empfohlen.

Wie lange bin ich arbeitsunfähig und wann kann ich wieder Sport machen?

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt ca. 1-2 Wochen. Körperliche Betätigung insbesondere der Brustmuskulatur ist erlaubt und sogar erwünscht nach 4 Wochen.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Nach der Operation müssen Sie sich schonen, leichte körperliche Tätigkeit ist nach ein paar Tagen möglich. Zur Verbesserung der Wundheilung und des Resultates müssen Sie für 4 Wochen ein Kompressionsmieder konsequent tragen.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Nur bei extremer Brustbildung und Schmerzen übernimmt die Krankenasse die Kosten. Die Krankenkasse wird in der Regel in jedem Fall kontaktiert.

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PD Dr med Mathias Tremp Surgery

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